Taucher FAQ

Caution Diver!Von Tauchschülern, Tauchern und Nicht-Tauchern werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt. Deshalb haben wir hier einige der meist gestellten Fragen und die Antworten dazu zusammengefasst:

Tauchen im Walensee oder Bodensee:

Ist das nicht kalt?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: NEIN!  

ausführlich:Taucher in einem Trockentauchanzug Mit der Temperatur verhält es sich ähnlich wie an Land auch: «Es gibt kein, zu kaltes Wasser. Es gibt nur falsch angezogenen Taucher.» In einem Trockentauchanzug, ist es auch in 3°C kaltem Wasser wohlig warm, sofern man genug darunter anzieht.

Sieht man da was?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: JA, klar!  

ausführlich:ein Krebs im Bodensee Man sieht immer etwas beim Tauchen. in einem schweizer See gibt es genau so grosse Fischschwärme wie im Meer. Der einheimischer Wels kann bis zu 3 Meter gross werden, was weit grösser ist als mancher Meeresfisch. Neben Fischen sind Muscheln, Schnecken, Krebse, Süsswasserschwämme, Schwebegarnelen, Wasserpflanzen und andere Lebewesen zu bestaunen. Der See kann besonders im Winter nahezu tot erschein. Im Sommer, ist der See jedoch voller Leben.

Neben Lebewesen sind Wracks, Felswände, Ansaugstutzen der Wasserversorgung oder versunkene Bäume zu erkunden für Taucher.

Besonders im Sommer, wenn die Algen im Bodenseewasser zahlreich werden, kann das Wasser zeitweise so trüb werden, dass man wirklich nahezu nichts mehr sieht. Nicht bei jedem Tauchgang muss man etwas sehen. Es ist z.B. eine Herausforderung, als Navigationsübung, einen bestimmten Punkt unter Wasser ohne grosse Sicht zu finden.

Ich persönlich und viele andere Taucher, geniessen das Schweben in der Schwerelosigkeit während eines Tauchgangs. Dabei muss man nichts sehen. Es gibt keine andere Tätigkeit bei der ein "normaler" Mensch dem Gefühl eines Weltraumspaziergangs so nahe kommen kann, wie beim einem Tauchgang.Swiss Divers - Alles über das Tauchen in der Schweiz

Mehr Details über das Tauchen in der Schweiz kann man sich im Forum von Swiss-Divers erfragen.

Gerätetauchen:

Wie lange dauert ein Tauchgang?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Kommt darauf an.  

ausführlich:Taucher im GBR Die Tauchzeit wird durch mehrere limitierende Faktoren bestimmt. Der wichtigste ist die Tauchtiefe. Weil der Druck mit zuzunehmender Tiefe steigt, erhöht sich die Stickstoff-Sättigung im Körpergewebe des Tauchers und zusätzlich steigt der Atemgasverbrauch mit zunehmender Tiefe, wegen dem höheren Druck.

Genauer: Während einem Tauchgang geht Stickstoff im Körpergewebe des Tauchers in Lösung. Wird die Stickstoff-Sättigung zu hoch, droht ein Tiefenrausch und schliesslich Stickstoffnarkose, was Unterwasser den Tod bedeuten kann. Dies begrenzt einerseits die Tauchzeit direkt und hat andererseits zu Folge, dass der Aufstieg aus der Tiefe nicht beliebig schnell erfolgen kann, weil sonst der im Körpergewebe des Tauchers gelöste Stickstoff ausperlt. Bei einem zu schnellen Aufstieg droht eine lebensbedrohende Dekompressionskrankheit. Die deshalb nötigen Dekompressionsstopps während des Aufstiegs, verkürzen wiederum die Grundzeit.

Je grösser die mitgeführte Tauchflasche ist, desto länger reicht der Atemgasvorrat. Normalerweise tauchen Sporttaucher mit 12- oder 15-Liter-Flaschen.

Neben der Tauchtiefe hat auch die Aktivität während des Tauchgangs einen Einfluss auf den Atemgasverbrauch eines Tauchers. Bei starker körperlicher Anstrengung, z.B. wegen einer starken Strömung, steigt die Atemfrequenz, was die Tauchzeit verkürzen kann.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Tauchgänge von Sporttauchern normalerweise zwischen etwa 20 Minuten bis 2 Stunden dauern. Technische Taucher und Berufstaucher, gehen mit spezieller Ausrüstung teilweise auf über 6-stündige Tauchgänge.

Wie tief kann man tauchen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Als Sporttaucher max. 50 Meter.  

ausführlich:Taucher im Freiwasser, Rotes Meer Sporttaucher tauchen normalerweise nicht tiefer als 56 Meter, weil darunter der Sauerstoff in der Atemluft toxisch (=giftig) wird. Es droht eine akute Sauerstoffvergiftung. Spezielle Atemgasgemische, die einen reduzierten Sauerstoffanteil enthalten, ermöglichen es technischen Tauchern und Berufstauchern in Tiefen von bis etwa 300 Meter abzutauchen. In noch grösseren Tiefen wird ein Panzertauchanzug benötigt, in dem der Taucher nicht mehr dem Umgebungsdruck ausgesetzt ist.

Du tauchst? Du kannst sicher gut schwimmen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Falsch!  

ausführlich:Taucher im Freiwasser, Rotes Meer Es gibt tatsächlich Taucher, die nicht schwimmen können. Das Gerätestauchen und der Schwimmsport haben etwa so viel gemeinsam wie das Alpinskifahren und das Schlitten. Es sind zwei total unterschiedliche Welten. Nur das Wasser ist dasselbe und der Beinschlag ist ähnlich. Viele Taucher können sich in keiner Weise für den Schwimmsport erwärmen und sind keine wirklich gute Schwimmer. Natürlich ist es von grossem Vorteil wenn man als Taucher gut schwimmen kann.

Wie verständigen sich Taucher unter dem Wasser?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Mit Tauchzeichen.  

ausführlich:Tauchzeichen: OK Es gibt 31 international nach ISO 24801-2 normierte Handzeichen. Diese 31 Tauchzeichen, erlernt jeder Taucher in der Grundtauchausbildung und ermöglichen alle nötige Kommunikation unter dem Wasser.

Total gibt es über 200 nicht normierte Tauchzeichen, die sich regional durchaus leicht unterscheiden können. Die meisten dieser 200 Zeichen, bezeichnen ein Lebewesen welches man im Wasser antreffen kann. Darüber hinaus gibt es zwei Zeichen für die Nacht, die mit der Taucherlampe gemacht werden.

Ist Tauchen teuer?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Jain.  

ausführlich:Dive shop in Kaikoura, NZ Das Teure am Tauchsport ist die Tauchausrüstung und teilweise auch die Ausbildung. Das Tauchen selbst ist weit günstiger als manche andere, viel weiter verbreitete Sportart. Ist die Ausrüstung angeschafft und die Ausbildung abgeschlossen, muss lediglich die Druckluft gekauft werden. Sie kostet etwa 6.- CHF pro Flasche oder in einem Jahres-Abonnement etwa 100.- CHF. In der Schweiz schlägt eine komplette kaltwassertaugliche Tauchausrüstung mit etwas 6'000.- CHF zu Buche. Für etwa 60.- CHF kann man eine komplette Ausrüstung für einen Tag mieten. Tauchausrüstungen die nur in tropischen Gewässern gebraucht werden können sind günstiger. Tauchkurse für Fortgeschrittene sind meist teuer als Anfängerkurse. Während eine Grundtauchausbildung in der Schweiz etwa 700.- CHF kostet, können Kurse für Fortgeschrittene weit über 1'000.- CHF kosten.

Ist das Tauchen gefährlich?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: JA und Nein!  

ausführlich:ein Tauchen von unten Tauchen kann tödlich sein! Werden die empfohlenen Limiten nicht eingehalten, droht der Tod. Tauchen ist wirklich kein Sport für Draufgänger, die gerne das Risiko gerne herausfordern. Draufgänger leben als Taucher meist nicht lange.

Es muss jedoch relativiert werden: Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung, ist das Tauchern sicherer als z.B. das alltägliche Autofahren oder das Schwimmen. Dies belegen alle Unfallstatistiken.

Wer besonnen handelt und richtig plant, kann das Risiko beim Tauchen auf nahezu Null reduzieren. Deshalb ist eine gute Tauchausbildung die wichtigste Voraussetzung um Tauchunfälle zu vermeiden. Trotz allem Wissen und allen in der Ausbildung geübten Notfallverfahren, sollte ein Taucher stets eine gesunde Portion Respekt vor den existierenden Gefahren haben.

Hast du nie Angst unter Wasser?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: NEIN!  

ausführlich:Taucher im innerne eines Wracks Angst ist beim Tauchen eine wirklich schlechte Voraussetzung. Sie kann zu tödlichen Fehlentscheiden führen. Der gesunde Respekt vor den Risiken, kann jedoch im entscheiden Moment das Leben retten. Wer sich den Risiken bewusst ist und weiss wie mit ihnen umzugehen ist, muss beim Tauchen keine Angst haben. Deshalb ist eine gute Tauchausbildung und die regelmässige Übung zentral um angsterregenden Situationen vorzubeugen.

Es gibt eigne wenige Menschen, die zu Panik neigen, sobald sie Unterwasser atmen sollten. Dies ist eine psychische Angststörung, ähnliche der Klaustrophobie. Wer keine solche Reaktion zeigt, ist meist begeistert vom Tauchen. Bei einem Schnuppertauchgang, kann jeder, unter sicheren Bedingungen selbst herausfinden, ob er zu einer solchen Angststörung neigt.

Ist es gefährlich unter Wasser einem Hai zu begegnen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Nein  

ausführlich:Riff-Hai auf Fiji Die meisten Haie – egal wie gross sie sind – haben Angst vor Tauchern. Menschen passen nicht ins Beuteschema von Haien. Auf die meisten Meereslebewesen haben die Luftblasen, die ein Gerätetaucher ausstösst eine ähnliche Wirkung wie das Feuer auf Wildtiere an Land: sie flüchten. Dies gilt auch für Haie. Das menschliche Herzen, anhand deren Nervenimpulsen ein Hai die Grösse einer potenziellen Beute schätzt, ist im Verhältnis zu Fischen so gross, dass jeder Hai von einem riesigen Fisch ausgeht, der grösser ist als er selbst. Haie greifen ihre Beute von unten an, weshalb Haiattaken auf Taucher selten sind. Schwimmer und Surfer, die sich an der Wasseroberfläche bewegen, sind viel stärker durch Haie gefährdet. Für Taucher gibt es weit gefährlichere Tiere im Meer als die Haie. Z.B. Quallen oder Stachelrochen.

Wieso nutzen Taucher normalerweise keinen Sauerstoff?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Weil sie normalerweise mit Druckluftluft tauchen.  

ausführlich:Dive shop in Kaikoura, NZ Reiner Sauerstoff wird ab einer Tiefe von nur 7 Meter toxisch. (=giftig) Luft ist ein Gasgemisch, welches zu 21% aus Sauerstoff besteht. Weil der Sauerstoff-Partialdruck in der Luft geringer ist als im reinen Sauerstoff, kann man mit normaler Luft in eine Tiefe von bis zu 56 Meter abtauchen. Aus diesem Grund nutzen die meisten Taucher keine Sauerstoffflaschen sondern Druckluftflaschen.

Was geschieht, wenn unter dem Wasser der Sauerstoff ausgeht?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Man benutzt eine alternative Luftversorgung.  

ausführlich:
Erstens: Taucher tauchen nur sehr selten mit Sauerstoff. Meist wird mit Druckluft getaucht. Weshalb dies so ist, kannst du weiter oben lesen.

Taucher in New Zealand Zweitens: Ein Taucher berechnet schon bei der Planung eines Tauchgangs die benötigte Atemluft inklusive einer Reserve für Notfälle. Vor dem Tauchgang prüft jeder Taucher ob seine Druckluftflasche genügend Luft enthält um den geplanten Tauchgang zu machen.

Drittens: Sollte trotz sorgfältiger Planung und Vorbereitung die Falsche leer werden oder eine technische Störung auftreten, so hat ein Taucher mindestens drei Minuten lang Zeit um zu seinem Buddy (Tauchpartner) zu schwimmen, dessen alternative Luftversorgung zu greifen und daraus zu atmen. Nach einem solchen Notfall-Ereignis sollte das Buddy-Team den Tauchgang abbrechen und so schnell als zulässig gemeinsam auftauchen.

Ich will Tauchen lernen:

Woher weiss ich ob mir das Tauchen gefällt oder nicht?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Wer das Tauchen nicht selbst erlebt hatte, weiss nicht ob es ihm/ihr gefällt.  

ausführlich: Taucher im Indischen Ozean Es gibt viele Menschen die von sich behaupten, dass sie "niemals" tauchen könnten. Überwinden sie jedoch ihre Vorurteile und/oder Ängste und nehmen an einem Schnuppertauchen teil, gefällt es ihnen und sie werden zu begeisterten Tauchern. Ebenso gibt es das umgekehrte: Nicht wenige Menschen, welche von der Idee das Tauchen zu erlernen begeistert sind, erleben bei einem Schnuppertauchen, dass das Tauchen ihnen wirklich im geringsten gefällt.

Deshalb muss jeder für sich selbst das Tauchen erleben, um wirklich beurteilen zu können, ob sie/er das Tauchen mag oder nicht. Das Tauchen ist kein Sport für jedermann.

Ein Schnuppertauchen ist die einfachste Möglichkeit um das Tauchen unverbindlich zu erleben. Diese Angebote heissen meist Discovery Scuba Diving (DSD), Introductory Scuba Experience, Try Scuba Diving oder Passport Diver. Sie dauern meist etwa einen halben Tag, ermöglichen das Gerätetauchen unter professioneller Anleitung und in einer sicheren Umgebung zu erleben.

Warum soll ich in der Schweiz tauchen lernen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Um die Ferien mehr geniessen zu können.  

ausführlich: Taucher in New Zealand Es stellt eine Zeitaufwand von mehreren Stunden täglich dar die Theorie für einen Tauchkurs zu lernen. Die meisten Urlauber wollten jedoch ihren Ferien (Urlaub) nicht mit Lernen zubringen.

Wer einen Tauchkurs zuhause in der Schweiz absolviert, kann in den Ferien ganz entspannt an geführten Tauchgängen teilnehmen und das Meer geniessen, ohne dort Übungen zu machen oder Bücher wälzten zu müssen. Im Gegenteil, neben den geführten Tauchgängen bleibt meist noch genug Zeit, um zu relaxen oder das fremde Land zu erkunden.

Die Ferien sind immer zeitlich beschränkt, was bei einem Kurs zu unnötigem Stress führen kann. Bei einer Tauchausbildung in der Schweiz, herrscht weniger unter Zeitdruck, weil mehre als nur eine oder zwei Wochen Zeit zur Verfügung stehten.

Im See ist das Tauchen anspruchsvoller als im tropischen Meer. Bei einer Tauchausbildung in der Schweiz erlernst man deshalb besser tauchen als im tropischen Meer. Taucher welche den See kennen, empfinden das Tauchen im warmen Meer meist als viel einfacher. Dies ermöglicht es viel entspannter das bunte warme Meer zu geniessen.

Ich habe jedes Mal Schmerzen in den Ohren, wenn ich im Schwimmbad tauche. Kann ich trotzdem tauchen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Wahrscheinlich JA!  

ausführlich: Das menschliche GehörIn jeder Grundtauchausbildung, erlernt der Tauchschüler den Druckausgleich. Damit gehören die schmerzenden Ohren meist der Vergangenheit an.

Nur selten gibt es medizinische Gründe für schmerzende Ohren beim Tauchen. Bei einer Tauchtauglichkeitsuntersuchung kann ein Arzt solche medizinische Probleme meist erkennen.

Was sind die Voraussetzungen für eine Tauchausbildung?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Eine ärztlich bestätigte Tauchtauglichkeit, normale körperliche Fitness und ein Alter von min. 8 Jahren.  

ausführlich:Ein Tauch-Kurs Bevor man einen Tauch-Kurs beginnt, sollte man sich durch einen Arzt die Tauchtauglichkeit bestätigen lassen. Es gibt einige körperliche und psychische Erkrankungen, bei denen das Tauchen lebensgefährlich sein kann. Solchen Risiken versucht eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung vorzubeugen.

Das Tauchen ist keine Hochleistungssportart und wird von Tauchern meist als nicht besonders anstrengend empfunden. Viele Bewegungen fallen im Wasser leichter als an Land. Diese Tatsache täuscht darüber hinweg, dass das Tauchen durchaus einige Anforderungen an die Fitness stellt: Bei einem Tauchgang schwimmt der Taucher teilweise mehr als eine Stunde lang im Wasser. Tauchen ist eine Sportart und nicht einfach nur baden. Eine durchschnittliche körperliche Fitness ist deshalb unerlässlich. Eine gute körperliche Fitness verringert zudem die Gefahr für Tauchunfälle.

Tauch-Kurse für Erwachsene können ab einem Alter von 14 oder 16 Jahren besucht werden. Es gibt Tauchkurse für Kinder ab einem Alter von 8 Jahren.

Wie kann ich das Tauchen erlernen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: In einer Grundtauchausbildung.  

ausführlich:Lehrmittel für die Tauchausbildung Den Einstieg in die Welt des Tauchens erfolgt normalerweise durch einen Grundtauchkurs. Diese Ausbildungen werden «Open Water Diver», «Ein-Stern-Taucher», «Autonomous Diver» oder «Ocean Diver» genannt. Sie sind international in der Norm ISO 24801-2 normiert. In einem Grundtauchkurs erlernt der Tauchschüler alles, um an Tauchgängen bis in eine Tiefe von 18 oder 20 Metern teilzunehmen. Weltweit kostet eine Grundtauchausbildung umgerechnet rund 400.- CHF und dauert 3 bis 5 Tage. Grundtauchausbildungen die weniger als 3 Tagen dauern gehören meist nicht zu den seriösesten Angeboten.

Es gibt so viele Tauchorganisationen. Welche ist die Beste?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Keine.  

ausführlich: Die unterschiedlichen Tauchorganisationen sind letztlich nur unterschiedlichen Wege zum gleichen Ziel. Deshalb ist es schwierig zu sagen, welche die Beste ist. Wahrscheinlich ist nicht jede Tauchorganisationen für jedermann gleich gut geeignet. Manche Taucher erheben die Frage nach der Tauchorganisationen, zu einer nahezu schon religiösen Fragen und übersehen dabei, dass ihre eigene Erfahrung nicht für andere Menschen gleichermassen gelten muss.

Es gibt weltweit über hundert Tauchorganisationen. Diese Firmen und Verbänden haben oft ihre ganz eigne Ausbildungsphilosophie. Weil heute die meisten gemäss der Norm ISO 24801 arbeiten, können Taucher problemlos die Tauchorganisation wechseln.

Will man weltweit tauchen können, lohnt es sich sicherlich, Tauchkurse bei einer Tauchschule zu absolvieren, die einer der fünf grossen internationalen Tauchorganisationen angeschlossen ist:

PADI: Professional Association of Diving InstructorsDie weltweit grösste Tauchorganisation bietet eine gute Tauchausbildung im amerikanischen Stil. Das «dive now»-Konzept bedeutet, dass man gleich am ersten Tag einer Tauchausbildung im Wasser tauchen wird. PADI-Tauchbasen findet man in jedem entlegenen Winkel der Welt.
SSI: Scuba Schools InternationalDas Ausbildungssystem ist in zahlreiche kleine Kurse aufgeteilt. Keine andere Tauchorganisationen bietet eine so feine Abstufung der Ausbildungen wie SSI. Dieser hohe Modularisierungsgrad, hat jedoch einen hohen finanziellen Preis. SSI-Basen findet man weltweit. Sie sind jedoch deutlich weniger weit verbreitet als PADI-Basen.
NAUI: National Association of Underwater InstructorsDie weltweite Nr.-Drei, bietet ein sehr ähnliches Ausbildungssystem wie PADI. Tendenziell stellen NAUI-Ausbildungen höhere Anforderungen an die Tauchschüler als PADI- und SSI-Kurse. NAUI-Tauchbasen gibt es vorwiegend in Nord- und Mittel-Amerika sowie in der Karibik.
CMAS: Confédération Mondiale des Activités SubaquatiquesCMAS bietet eine Ausbildungsstufe weniger als die meisten anderen Tauchorganisationen, was die einzelnen Kurse anspruchsvoller macht. Die Theorieprüfung muss bestandenen werden, bevor der Tauchschüler ins Wasser darf. CMAS ist vorwiegend in Europa und den ehemaligen französischen Kolonien aktiv. In gewissen Regionen der Welt ist CMAS nahezu unbekannt. CMAS ist im Gegensatz zu PADI, SSI und NAUI keine Firma, sondern als internationaler nicht Gewinn-orientierter Verband, mit zahlreichen nationalen Mitglieds-Verbänden, die mit eignem Namen auftreten organisiert. In der Schweiz wird CMAS vom SUSV, CMAS.ch und dem deutschen IAC vertreten. Gerade in Europa arbeiten viele CMAS-Tauchlehrer in lokalen Tauchverreinen ehrenamtlich, was jedoch keineswegs bedeutet, dass CMAS-Ausbildungen günstiger wären als die Ausbildungen anderer Tauchorganisationen.
BSAC: British Sub-Aqua ClubDie Ausbildung ist ähnlich aufgebaut wie bei CMAS. Der britische Tauch-Verband ist vorwiegend in Grossbritannien, Indochina, Japan und Süd-Korea verbreitet.
Wichtiger als die Tauchorganisation ist bei jeder Tauchausbildung, der Tauchlehrer der die Ausbildung leitende. Die besten Tauchorganisation nützt wenig, wenn der Tauchlehrer schlecht arbeitet.

Leider gibt es bei jeder Tauchorganisationen schwarze Schafe, die versuchen auf Kosten einer guten Tauchausbildung, ihren eigenen Gewinn zu optimieren. Diese schwarzen Schafe sind für Anfänger und teilweise sogar für erfahrene Taucher, im Vorhinein nicht als solche erkennbar.

Kann ich mit einer Brille oder Kontaktlinsen tauchen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: JA!  

ausführlich:Junger Taucher mit TauchermaskeMeist besteht die einfachste Möglichkeit für Brillen- und Kontaktlinsen-Träger darin, günstige Eintrages-Kontaktlinsen für Tauchgangänge zu tragen. Sie sind in jedem Optiker-Geschäft oder im Onlinehandel erhältlich. Solche weiche Kontaktlinsen gehen selbst dann nicht verloren, wenn man unter dem Wasser die Tauchermaske abnimmt und die Augen offen behält. Der Wasserdruck presst die Linse aufs Auge und halt sie in Position. Vorsicht ist nur dann geboten, wenn man sich ohne Maske an der Wasser-Oberfläche aufhält oder ins Wasser springt. Dann können Wellen oder das Eintauchen ins Wasser eine Linse leicht aus dem Auge spülen.

Eine weitere Möglichkeit für Brillenträger besteht darin, die persönliche Tauchermaske durch einen Optiker mit geschliffenen Einsätzen versehen zu lassen. So wird eine scharfe Sicht unter dem Wasser auch ohne Kontaktlinsen möglich.

Können Kinder das Gerätetauchen erlernen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: JA!  

ausführlich:eine ganze Familie die taucht Obwohl die Frage, wie sich der erhöhte Druck während einem Tauchgang auf den wachsenden Körper eines Kindes auswirkt, noch nicht abschliessend geklärt ist, sind sich die Tauchmediziner einig, dass das Kindertauchen – sofern es innerhalb der empfohlenen Regeln stattfindet – keine gesundheitliche Schäden nach sich zieht.

Kinder ab 8 Jahren können Tauchkurse besuchen, bei denen sie spielerisch in einem Swimmingpool den Umgang mit dem Drucklufttauchgerät erlernen. Ab einem Alter von 10 Jahren können Kinder ein Junior-Brevet erwerben, dass ihnen das Tauchen im offenen Meer oder See in Begleitung eines erwachsenen Tauchers erlaubt. Es wird empfohlen mit Kindern nicht tiefer als 12 Meter zu tauchen. Von mehr als einem Tauchgang pro Tag, wird abgeraten.

Ab einem Alter von 14 oder 16 Jahren kann ein Jugendlicher an Kursen für Erwachseneteilnehmen. Tauchführer- (Divemaster) und Tauchlehrer-Ausbildungen (Instructor) bleiben jedoch jungen Erwachsenen, ab 18 oder 20 Jahren vorbehalten, weil sich bei diesen Tätigkeiten rechtliche Fragen auftun können.

Muss ich eine Tauchausbildung absolviert haben, um das Gerätetauchen ausüben zu dürfen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Ja und nein.  

ausführlich: Tauchschüler In der Schweiz gibt es keine rechtlichen Bestimmungen, (abgesehen von den Regeln zur Taucherflagge in der Eidgenössischen Binnenschifffahrtsverordnung) welche direkt das Gerätetauchen betreffen. Deshalb gibt es auch keine Ausbildungspflicht für das Tauchen in Schweizer Gewässern. Es ist jedoch sehr wichtig zu beachten, dass eine Krankenkasse oder Unfallversicherung sich wahrscheinlich weigern würde, die vollständigen Rettungs-, Behandlungs- und/oder Invaliditätskosten zu tragen, falls ein unausgebildeter Taucher verunfallen würde. Wahrscheinlich würde jedes Schweizer Gericht, das Tauchen ohne eine entsprechende Ausbildung, zurecht als grob-fahrlässig einstufen.

Jede Tauchbasis, jeder Tauchlehrer und jeder Tauchpartner ist frei, einen nicht durch eine der bekannten internationalen Tauchorganisationen brevetierten Taucher für einen Tauchgang abzulehnen oder ihn/sie zuvor zu testen. Meist ist es auch unmöglich Tauchausrüstung zu kaufen oder zu mieten, ohne das Vorlegen eines gültigen Tauchbrevets.

Im Ausland gelten teilweise viel strengere und andere Regeln als in der Schweiz: Z.B. in Australien und einigen anderen Ländern ist eine Grundtauchausbildung - welche mindestens die Norm ISO 24801-1 erfüllt - gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland und Österreich sind die meisten Gewässer in privatem Besitz. Deshalb kann der Besitzer beliebig bestimmen welche Tauch-Ausbildung und/oder -Erfahrung vorausgesetzt wird.

(Ich bin kein Jurist und kann nicht für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben auf dieser Webseite garantieren.)

Darf ich nach dem Abschluss meiner Tauchausbildung weltweit tauchen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Grundsätzlich JA.  

ausführlich: Die meisten Tauchausbildungen sind nach ISO 24801 normiert. Diese internationale Norm wurde nicht zuletzt geschaffen, um die weltweite Anerkennung von Tauchbrevets zu vereinfachen. Trotzdem kann es bei der Anerkennung von Brevets von einer weniger bekannten Tauchorganisation, in einigen Weltregionen immer noch zu Problemen kommen. Deshalb lohnt es sich einen Tauchkurs bei einem Tauchlehrer von einer der vier grössten Tauchorganisationen zu machen. (PADI, SSI, CMAS und NAUI)

PADI Open Water Diver-Kurs:

Wie läuft ein Open Water Diver-Kurs ab?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Theorie-, Schwimmbad- und Freiwasser-Lektionen.  

ausführlich: Ein PADI Open Water Diver-Kurs gliedert sich in drei Teile:

  1. Theorie-Lektionen und theoretische Prüfung,
  2. Praxis-Lektionen im Schwimmbad und
  3. Praxis-Lektionen im Freiwasser.
Der Tauchschüler liest das OWD-Manual und schaut die Videos normalerweise selbständig vor Kursbeginn. Die Theorie umfasst insgesamt 5 Lektionen. Alternativ kann die Theorie am Internet mit E-Lernring oder auf einem Tablett mit OWD-Touch absolviert werden.

Ablauf OWD


Zu Beginn des OWD- Kurses gibt es einige Dokumente zu unterzeichnen, welche das rechtliche Verhältnis zwischen dem Tabuschüler, dem Tauchlehrer, der Tauchschule und PADI regeln. Meist werden auch die Kontaktdaten erfasst und der Gesundheitszustand des Tauchschülers dokumentiert.

In 5 Schwimmbad-Lektionen werden insgesamt 42 Grundfertigkeit des Tauchens erlernt und im mehrmaligen Wiederholungen geübt. Der Tauchlehrer erklärt alles Schritt für Schritt und sorgt für die Sicherheit seiner Schüler. Es ist gut möglich, dass ein Divemaster dem Tauchlehrer (=Instructor) während der Ausbildung assistiert. Die Schwimmbad-Lektionen können parallel zum Erlernen der Theorie stattfinden. Anstelle eines Schwimmbeckens kann es sich auch um eine seichte Stelle ohne Strömung, in einem See oder Meer handeln. Eine Lektion dauert in der Regel etwa 20 bis 45min.

Nach dem Abschluss der ersten 3 Theorie- und Schimmbard-Lektionen, können die ersten Freiwasser-Lektionen im See oder Meer erfolgen. Insgesamt gibt es im OWD-Kurs 4 Freiwasser-Tauchgänge. Der Tauchlehrer erklärt alles dafür nötige und sorgt für die Sicherheit aller Schüler. Während jedem Freiwasser-Tauchgang werden in einem ersten Teil eigne der im Schwimmbad erlernten Fertigkeiten repetiert. Der Tauchlehrer bewertet dabei ob der Tauchschüler diese Fertigkeiten genug sicher beherrscht. Im zweiten Teil jedes Freiwasser-Tauchgangs wird die Unterwasserwelt unter Führung des Tauchlehrers erkundet. Ein Tauchgang dauert in der Regel etwa 20 bis 45min.

Der Tauchlehrer überreicht dem Tauchschüler ein provisorisches OWD-Brevet, nachdem alle 9 Tauchgänge erfolgreich absolviert sind, der Tabuschüler die theoretische Prüfung bestanden hat und ist der Kurs bezahlt wurde. Das definitive Brevet im Kreditkarten-Format wird dem Taucher von PADI per Post nach hause zugestellt.

Ist die Theorie des Open Water Diver-Kurses schwierig?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Nein, in der Regel nicht.  

ausführlich: Die 5 Theorie-Kapitel des PADI Open Water Diver-Kurses stellen keine besonders hohe intellektuelle Anfordern. Es ist jedoch von Vorteil, wenn der Tauchschüler über ein Grundverständnis der Mathematik, Physik, Pneumatik und Medizin verfügt.

Zu jedem Theorie-Kapitel gehört das lesen des Manuals, das Beantworten der Knowlage-Revirews-Fragen und das Schauen der Videos. Der Tauchschüler lernt die 5 Theorie-Kapitel normalerweise selbständig vor Kursbeginn. Man solle man den Zeitaufwand, den das Erlernen der Theorie mit sich bringt nicht unterschätzen: Es wird empfohlen für jedes Kapitel 2 bis 4 Stunden Zeit einzuplanen. Parallel zum Erleben der Theorie können bereits praktische Lektionen im Wasser stattfinden.

Alternativ kann die Theorie am Internet mit E-Lernring oder auf einem Tablett mit OWD-Touch absolviert werden.

Für Tauchschüler mit Lernschwierigkeiten (z.B. Legasthenie oder Dyskalkulie) oder mit unzureichenden Sprachkenntnissen, können spezielle Lernformen, wie der Frontalunterricht oder zusätzliche Lektionen mit dem Tauchlehre sinnvoll sein. Es wird individuell für jeden Schüler die optimale Form gesucht.

Gibt es im Open Water Diver-Kurs eine Prüfung?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: JA.  

ausführlich: Durch das Besprechen der Knowlage Revirews und den sogenannten Quizzes (eine Art Mini-Zwischenprüfung mit jeweils 10 Fragen) kontrolliert der Tauchlehrer die Lernvorschritte von jedem der insgesamt 5 Theorie-Kapitel. Dies ermöglicht es den Tauchschüler die Lerninhalte zu repetiere und vertiefen. Unklarheiten können im Gespräch mit dem Tauchlehrer ausgeräumt werden.

In der theoretischen Abschlussprüfung sind, im Multiple Choice-Verfahren 50 Fragen, zum allen Inhalten der 5 Kapiteln der PADI Open Water Diver-Theorie zu beantworten. Es gibt kein Zeitlimit bei dieser Prüfung. Es müssen jedoch mindestens 38 Fragen (75%) korrekt beantwortet werden. Gelingt dies nicht, kann die Abschlussprüfung beliebig oft wiederholt werden, bis die nötige Punktzahl erreicht wird.

Bei der theoretischen Abschlussprüfung und den Quizzes entstehen die meisten Fehler, weil die Tauchschüler die Fragen und die Antwortmöglichkeiten zu ungenau lesen. Deshalb entfielt es sich, sich die nötige Zeit um genuen Lesen zu nehmen.

Es gibt keine praktische Prüfungen im OWD. Der Tauchlehrer beurteilt die Fortschritte des Tauchschülers fortlaufend. Jede Fertigkeiten die im Wasser geübt wird, bewertet der Tauchlehrer. Entspricht die Ausführung der jeweiligen Übung noch nicht den von PADI vorgegeben Anforderungen, lässt der Tauchlehrer den Schüler die Übung wiederholen. Erst wenn der Tauchschüler alle praktischen Fertigkeiten des OWDs sicher beherrscht, kann er als OWD brevetiert werden.

Wie kann ich mich auf den Open Water Diver-Kurs vorbereiten?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Tauch-Tauglichkeits-Untersuchung, körperliche Fitness, gesunde Ohren und das OWD-Manuel lesen.  

ausführlich:
1.   Bevor man einen Tauch-Kurs beginnt, sollte man sich durch einen Arzt die Tauchtauglichkeit bestätigen lassen. Es gibt einige körperliche und psychische Erkrankungen, bei denen das Tauchen lebensgefährlich sein kann. Solchen Risiken versucht eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung vorzubeugen.

2.   Das Tauchen ist keine Hochleistungssportart und wird von Tauchern meist als nicht besonders anstrengend empfunden. Viele Bewegungen fallen im Wasser leichter als an Land. Diese Tatsache täuscht jedoch leicht darüber hinweg, dass das Tauchen durchaus einige Anforderungen an die Fitness stellt: Bei einem Tauchgang schwimmt der Taucher teilweise mehr als eine Stunde lang im Wasser. Tauchen ist eine Sportart und nicht einfach nur baden. Eine durchschnittliche körperliche Fitness ist deshalb unerlässlich. Eine gute körperliche Fitness verringert zudem die Gefahr für Tauchunfälle. Deshalb kann z.B. regelmässiges Joggen oder Schwimm-Traing eine gute Vorbereitung für einen Tauchkurs sein.

3.   Das menschliche Gehör Das menschliche Ohr besitzt durch den Ohrenschmalz (Cerumen) einen sehr guten natürlichen Schutz gegen Wasser und eindringe Keime. Durch zu häufiges Reigen der Gehörgänge kann dieser Schutz leicht zerstört werden. Beim Tauchen kann dies sehr schnell zu Ohrenproblemen führen. Im schlimmsten Fall entsteht eine Mittelohrentzündung. Deshalb wird deingend empfohlen, die Reinigung der Ohren durch Wattestäbchen und ähnliches, vor dem Tauchen für mindestens eine Woche zu unterlassen.

4.   Der Tauchschüler liest das OWD-Manuals und schaut die Videos normalerweise selbständig vor Kursbeginn. Deshalb empfiehlt es sich– wenn möglich – mehre Wochen vor Kursbeginn, von der Tauchschule das PADI Open Water Diver Manuel und die Videos dazu zu verlangen. Auch die Beantwortung der im Manual enthaltenen Knowlage-Revirew-Fragen gescheiht vor Kursbeginn. Alternativ kann die Theorie am Internet mit E-Lernring oder auf einem Tablett mit OWD-Touch absolviert werden. Es wird empfohlen für jedes Kapitel 2 bis 4 Stunden Zeit einzuplanen.

Welche Ausrüstung benötige ich für einen Open Water Diver-Kurs?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Die komplette Tauchausrüstung.  

ausführlich: Für den Open Water Diver-Kurs (OWD) werden die folgenden Ausrüstungsgegenstände benötigt:

Die gesamte Ausrüstung nur für einen OWD-Kurs zu kaufen lohnt sich wohl nicht. Deshalb ist es meist die einfachste und günstigste Lösung, die ganze Ausrüstung oder Teile davon, bei der Tauchschule bei welcher der Kurs stattfindet, zu mieten. Oft ist im Kurspreis die Mietausrüstung bereits enthalten.

Was ist wenn ich den Open Water Diver-Kurs unterbrechen muss?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Den OWD unterbrechen oder ein SD-Brevet erwerben.  

ausführlich: Es kommt hin und wieder vor, dass ein Tauchschüler aus gesundheitlichen Gründen den PADI Open Wather Diver-Kurs unterbrechen muss. Ebenso gibt es Tauchschüler welche wiederholt an der Theorieprüfung oder an den praktischen Übungen im Wasser scheitern. Oft benötigten solche Schüler einfach einzig mehr Zeit und Ruhe zum lernen oder zusätzliche Trainings-Lektionen im Wasser. Teilweise lassen jedoch die momentanen Lebensumstände eines Schülers einen höheren Zeitaufwand nicht zu. Wieder andere Tauchschüler müssen sich ungeplant während einer längerer Zeit von einer Krankheit oder einem Unfall erholen.

In allen diesem Fällen kann der Tauchlehrer ein sogenanntes Überweisungsformular ausstellen, mit dem der Tauchkurs innerhalb von 12 Monaten bei einem beliebigen anderen PADI-Tauchlehrer fortgesetzt werden kann.

Weiter besteht auch die Möglichkeit nach der Hälfte des OWD (nach 3 Theorie-, 3 Schimmband- und 2 Freiwasser-Lektionen) ein sogenanntes PADI Scuba Diver-Brevet (SD) zu bekommen. Ein SD taucht immer zusammen mit einem Tauchlehrers (=Instructor) oder Divemaster und ist in der Tiefe gegenüber den OWD eingeschenkt. Ein SD-Brevet wird an eine spätere Fortsetzung des OWD-Kurses angerechnet.

Was ist wenn ich den Open Water Diver-Kurs nicht beenden kann/will?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Ein Abbruch, aber auch eine spätere Fortsetzung ist jederzeit möglich.  

ausführlich: Es kommt hin und wieder vor, dass eine Tauchschüler aus gesundheitlichen Grünenden einen PADI Open Wather Diver-Kurs ganz abbrechen muss. Andere Schüler verleiden das Interesse am Tauchen oder der Aufwand zum erlernen der Theorie oder der praktischen Übungen ist ihnen zu gross. Selten kommt es auch vor, dass ein Anfänger Ängste oder handfeste Phobien unter dem Wasser entwickeln. In all diesem Fällen ist der Abbruch des Tauchkurses sinnvoll. Nicht jedermann ist für das Tauchen geeignet. Da lohnt es sich wirklich ehrlich zu sein.

Fall die gewünscht wird, kann der Tauchlehrer bei einem Kursabbruch ein sogenanntes Überweisungsformular ausstellen, mit dem der Tauchkurs innerhalb von 12 Monaten bei einem beliebigen anderen PADI-Tauchlehrer fortgesetzt werden kann.

Weiter besteht auch die Möglichkeit nach der Hälfte des OWD (nach 3 Theorie-, 3 Schimmband- und 2 Freiwasser-Lektionen) ein sogenanntes PADI Scuba Diver-Brevet (SD) zu bekommen. Ein SD taucht immer zusammen mit einem Tauchlehrers (=Instructor) oder Divemaster und ist in der Tiefe gegenüber den OWD eingeschenkt. Ein SD-Brevet wird an eine spätere Fortsetzung des OWD-Kurses angerechnet.

Vielfach muss bei einem Kurs-Abbruch der ganze Kurs und das Lehrmaterial bezahlt werden.

Ich tauche auch:

Ich habe vor kurzem eine Grundtauchausbildung abgeschlossen. Was nun?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Tauchen, tauchen, tauchen, tauchen...  

ausführlich:... wer schon länher tauchet, erkennt Anfänger meist schon daran wie sie sich unter dem Wasser bewegen ...Auch wenn es Anfänger gibt die selbst vom Gegenteil überzeugt sind, beherrscht in der Praxis kaum jemand kurz nach einem Open Water Diver- (OWD) oder Ein-Stern-Kurs das Tauchen schon wirklich gut. Mit 5 bis 10 Freiwasser-Tauchgängen ist jeder noch ein blutiger Anfänger. Um wirklich entspannt und sicher zu tauchen, benötigt die grosse Mehrheit der Taucher einen Erfahrungsschatz von weit mehr als 50 Tauchgängen.

Deshalb kann ich allen Anfängern nur empfehlen: tauchen, tauchen, tauchen, tauchen...
Nur durch regelmässiges Training wird aus einem Anfänger allmählich ein sicherer Taucher, der einen Tauchgang entspannt geniessen kann. Übung macht den Meister. Schliesse dich einer Tauchgruppe oder einem Tauchverein in deiner Nähe an und nimm regelmässig an dessen Tauchgängen teil. Dies ist die beste Möglichkeit um die taucherischen Fertigkeiten und das Wissen über die Tauchtheorie zu erhalten und vertiefen.

Hat ein Anfänger eine gewisse Tauch-Routine erlangt, ist es wirklich lohnenswert, sich weiterzubilden. Nur eine Rescue Diver- oder Zwei-Stern-Ausbildung versetzt einen Taucher in die Position, seinem Buddy im Notfall das Leben retten zu können.

Muss ich mein Tauch-Brevet regelmässig erneuern?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Nein.  

ausführlich:Fische Tauch-Brevets verfallen nicht. Sie sind weltweit anerkannte Dokumente, welche belegen, dass ein Taucher eine Tauchausbildung - gemäss den jeweils dafür gültigen Standrads - erfolgreich abgeschlossen hatte.

Wichtig ist, dass ein Taucher sein persönliches Logbuch gewissenhaft führt. Das Logbuch dokumentiert nachvollziehbar, wie viel Erfahrung ein Taucher seit seiner Ausbildung aufgebauten konnte.

Wer über mehrere Jahre nicht mehr tauchte, vergass möglicherweise in der Zwischenzeit wichtige Punkte aus der Tauchtheorie und einst erlernte Handgriffe fallen nicht mehr so leicht wie einst. Besonders das sichere Beherrschen der Tarierung kann verloren gegangen sein, was ein erhebliches Risiko darstellen kann. Deshalb wird empfohlen, einen sogenannten Refresher-Kurs zu absolvieren, bevor man erneut mit einem Buddy oder einer Gruppe taucht.

Ich bin ausgebildeter Taucher, aber tauchte seit Jahren nicht mehr. Welche Möglichkeiten habe ich, wieder mit dem Tauchen zu beginnen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Absolviere einen Refresher-Kurs.  

ausführlich:ein Taucher im Roten Meer Wer über mehrere Jahre nicht mehr tauchte, vergass möglicherweise in der Zwischenzeit wichtige Punkte aus der Tauchtheorie und einst erlernte Handgriffe fallen nicht mehr so leicht wie einst. Besonders das sichere Beherrschen der Tarierung kann verloren gegangen sein, was ein erhebliches Risiko darstellen kann.

Wer mehre Jahre nie oder nur selten tauchte, sollte deshalb einen sogenannten Refresher-Kurs absolvieren, bevor er erneut mit einem Buddy oder einer Gruppe taucht. Ein Refresher-Kurs dauert ein bis zwei Tage und repetiert die wichtigsten Inhalte einer Grundtauchausbildung in Theorie und Praxis. Die Kosten dafür belaufen sich weltweit auf 50 bis 150 CHF.

Schliesse dich danach einer Tauchgruppe oder einem Tauchverein in deiner Nähe an und nimm regelmässig an dessen Tauchgängen teil. Dies ist die beste Möglichkeit um die taucherischen Fertigkeiten und das Wissen über die Tauchtheorie zu erhalten und verbessern. Nur regelmässige "Übung macht den Meister."

Ich tauchte bisher nur in den Ferien/Urlaub und würde gerne auch in der Schweiz tauchen.Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Mache deinen ersten Binnensee-Tauchgang zusammen mit einem lokalen Tauchlehrer.  

ausführlich:ein Krebs im BodenseeErfahrene Taucher, die schon viele Tauchgänge in warmen klaren tropischen Gewässern absolvierten, erleben ihren ersten Tauchgängen in Schweizer Gewässern meist als sehr anspruchsvoll und teilweise total frustrierend. Nicht wenige finden sich dabei wie in ihre Zeit als Tauchanfänger zurückversetzt. Dies hat mit der Andersartigkeit der Binnengewässer zu tun:

Der Tauchanzug ist viel dicker, das Wasser kälter und die Sicht begrenzt. Es ist möglicherweise dunkel und die Tarierung reagiert anders als im warmen Salzwasser. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass ein Ferientaucher nicht an solche Bedingungen gewöhnt ist. Er muss zuerst den See kennenlernen und darin Sicherheit finden. Leider unterschätzen viele Ferientaucher diese Akklimatisierung in fahrlässiger Weise. Das leichtfertige Übergehen der Unterschiede endet nicht selten in Stress und Panik unter dem Wasser sowie Frust danach. Zahlreiche auf diese Weise frustrierten Taucher, tauchen danach nie wieder in der Schweiz und entdecken deshalb nie die Schönheiten und Faszination der Schweizer Gewässer.

ein Egli im 
Vierwaldstättersee Es ist deshalb ratsam, die ersten Tauchgänge in der Schweiz überlegt und mit ortskundiger Begleitung zu unternehmen:
Es ist sinnvoll sich bei den ersten See-Tauchgängen von einem lokalen Tauchlehrer begleiten zu lassen. Er kann einen Taucher professionell darauf vorbereiten und kennt die Gegebenheiten im See. Im Gegensatz zu "normalen" Tauchern kann ein Tauchlehrer selbst dann für die Sicherheit sorgen, wenn unter Wasser Überforderungen und Panik entstehen.

Das Tauchen im See ist nicht schwieriger oder weniger interessant als im Meer, es ist nur total anders. Von den ersten See-Tauchgängen - während denen die meisten Taucher hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind - sollte man sich kein zu grosses Naturerlebnis erhoffen. Wer sich die nötige Zeit nimmt um sich an die Bedingungen im See zu gewöhnen, wird sich bald darin zurecht finden und seine Schönheiten und Faszination entdecken.Swiss Divers - Alles über das Tauchen in der Schweiz

Mehr Details über das Tauchen in der Schweiz kann man sich im Forum von Swiss-Divers erfragen.

Weshalb soll ich nach dem OWD oder Ein-Stern noch weitere Tauchausbildungen absolvieren?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Um die Sicherheit für deinen Buddy (und dich selbst) zu erhöhen!  

ausführlich:ein Taucher wird von einem anderen gerettetDer Fokus einer Grundtauchausbildung - wie der Open Water Diver- (OWD) oder Ein-Stern-Kurs - liegt vorwiegend auf dem Taucher selbst und dem Umhang mit seiner eignen Tauchausrüstung. In einer Advanced Open Water Diver-Ausbildung (AOWD) wird der Taucher zur Wahrnehmung seiner Umgebung (dem Meer oder See) animiert. Wenn es um die Rettung, Sicherheitsmassnahmen oder die Tauchgangplanung geht, ist ein Taucher auf dieser Ausbildungsstufe immer noch von seinem Buddy oder einem Guide abhängig. Im Notfall, könnte ein OWD-, Ein-Stern- oder AOWD-Taucher seinen Buddy wahrscheinlich nicht retten. Der Buddy könnte ebenso gut einen Solo-Tauchgang machen. Einzig die redundanten Atemluftquellen erhöhen die Sicherheit für den Buddy.

Taucher-Ausbildungslevel

Eine Rescue Diver- (RD) oder Zwei-Stern-Ausbildung lenkt den Fokus des Tauchers, auf seinen Buddy. Er lernt wie er seinen Buddy im Notfall retten kann und vergrössert sein Wissen über die Tauchmedizin und Tauchgangplanung erheblich. Erst nach einer solchen Ausbildung kann ein Taucher wirklich Verantwortung für seinen Buddy übernehmen. Trotzdem muss hier betont werden, dass die Taucherfahrung ebenso wichtig ist wie eine solide Tauchausbildung. Ein Rescue Diver oder Zwei-Stern-Taucher der selbst nicht gut tauchen kann, wird trotz seiner Ausbildung seinem Buddy wenige helfen können.

Je mehr Taucher in einer Gruppe über eine Rescue Diver-, Zwei-Stern- oder höhere Brevetierung verfügen, desto sicherer wird das Tauchen für alle Mitglieder der Gruppe. Nicht jeder Taucher muss eine Divemaster- oder Drei-Stern-Brevetierung anstreben. Eine Rescue Diver- oder **-Ausbildung ist jedoch eine wirklich lohnenswerte Investition in die Sicherheit des Buddys und letztlich in die eigene Sicherheit.

Welche Vorteile bietet Nitrox?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Es ermöglicht längere Tauchgänge.  

ausführlich:ein Taucher im Bodensee Nitrox ist ein alternatives Atemgasgemisch, bestehend aus normaler Luft, welche mit einem Sauerstoffanteil von 21 bis 60% angereichert wurde. Nitrox wird teilweise auch als Enriched Air, Save Air, EAN oder EANx bezeichnet.

Nitrox ermöglicht, im Vergleich zu normaler Luft, längere Tauchgänge. Mit zunehmendem Sauerstoffanteil verringert sich jedoch auch die maximal empfohlene Tauchtiefe. Wer mit Nitrox mehrere Tauchgänge an einem Tag absolviert, fühlt sich normalerweise weniger müde, als jemand der mit Luft taucht.

NITROX

Der erhöhte Sauerstoffanteil in Nitrox-Gemischen bringt mehrere, nicht unerhebliche technische als auch medizinische Gefahren mit sich. Deshalb sollte jeder der mit Nitrox tauchen möchte, eine Ausbildung dafür absolviert haben.

Muss ich mich als Taucher zusätzlich versichern?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Jaein...
kommt darauf an wie und wo man taucht.
 

ausführlich:ein Taucher im BodenseeGrundsätzlich sind vier unterschiedliche Ausgangslagen zu unterscheiden:

  1. Ein in der Schweiz wohnhafter Sporttaucher (max. 40 Meter Tauchtiefe) verunfallt beim Tauchen innerhalb der Schweiz:
    In diesem Fall sind alle Rettungs-, Behandlungs- und grösstenteils auch die Folgekosten durch die obligatorische Grundversicherung der Krankernkasse (KVG) und die Unfallversicherung (NBU) gedenkt. Ein Tauchunfall wird in diesem Fall wie jeder andere Sportunfall im Breitensport gehandhabt. Es ist keine spezielle Versicherung notwendig.

  2. Ein in der Schweiz wohnhafter technischer Taucher verunfallt während einem Tauchgang der tiefer als 40 Meter ging:
    Gemäss der SUVA ist das Tauchen unter einer Tauchtiefe von 40 Meter eine Risikosportart. Dieser Argumentation schlissen sich auch die meisten anderen Schweizer Versicherer an. Deshalb ist nur ein kleiner Teil der Rettungs-, Behandlungs- und Folgekosten durch die obligatorische Grundversicherung der Krankenkasse oder die Unfallversicherung gedeckt. Ambitionierte Taucher die gerne in grössere Tiefen (unter 40 Meter) vordringen sollten sich deshalb zusätzlich versichern.

  3. Ein Taucher mit einer Tauch-Guide- oder Tauchlehrer-Bervetierung begleitet eine Gruppe. Ein oder mehrere Mitglieder dieser Gruppe verunfallen während einem Tauchgang:
    In diesem Fall ist es durchaus möglich, dass ein Schweizer Gericht beim Guide oder Tauchlehrer eine Mitschuld am Unfall sieht. Dies kann selbst dann der Fall sein, wenn der Guide oder Tauchlehrer nicht direkt vom Unfall betroffen waren und die Gruppe nicht führte. Deshalb sollten sich alle Taucher die eine höhere Ausbildung - wie der Divemaster, Drei-Stern-Taucher oder höher - abgeschlossen haben, zusätzlich versichern.

  4. Ein in der Schweiz wohnhafter Taucher verunfallt während einem Tauchgang in einem ausländischen Gewässer:
    In diesem Fall ist nur ein kleiner Teil der der Rettungs-, Behandlungs- und Folgekosten durch die obligatorische Grundversicherung der Krankenkasse oder die Unfallversicherung gedeckt. Z.B. schlissen die meisten Krankenkassen eine Druckkammer-Behandlung im Ausland selbst dann aus, wenn eine Zusatzversicherung über Krankenkassen-Leistungen während eines Auslandsaufenthalts abgeschlossen wurde. Deshalb sollten sich alle Taucher die ausserhalb der Schweiz tauchen wollen, zusätzlich versichern.
aquamed Aquamed, DAN oder der SUSV1 bieten speziell auf die Bedürfnisse von Tauchern abgestimmte Versicherungs-Pakete an. Taucht man im Ausland ist auch eine Rega-Gönnerschaft sinnvoll um allfällige Rücktransporte in die Schweiz nicht selbst tragen zu müssen.Divers Alert Network

Als Tauchschüler ist man oft für die Dauer der Ausbildung, durch die Haftpflichtversicherung der Tauchschule oder des Tauchlehrers ausreichend versichert. Bei Unklarheiten sollte der ausbildende Tauchlehrer darüber detaillierte Auskunft geben können.Schweizer Unterwasser-Sport-Verband

Als ausbildender Tauchlehrer sollte man sich mit einer speziellen Haftpflichtversicherung gegen Schäden versichern, die einem Tauchschüler entstehen können. Teilweise schlissen Tauchschulen und Vereine solche Versicherungen pauschal für alle Ausbildenden in ihrer Firma/Verein ab.

Teilweise gelten für den Versicherungsschutz von Unterwasserarbeiter, Einsatztaucher oder Forschungstaucher abweichende Bestimmungen, die sich aus dem Arbeits- oder anderem Recht ergeben.

1) in Zusammenarbeit mit der Helsana

(Ich bin kein Jurist und kann nicht für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben auf dieser Webseite garantieren.)

Wie oft muss ich die Tauchtauglichkeitsuntersuchung wiederholen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Min. alle drei Jahre oder sogar jedes Jahr.  

ausführlich: In der Schweiz und Deutschland wird empfohlen, die Tauchtauglichkeitsuntersuchung nach zwei bis drei Jahren zu wiederholen und vor dem 18. sowie ab dem 40. Lebensjahr jährlich durchführen zu lassen. In einigen Ländern ist eine jährliche Wiederholung der Tauchtauglichkeitsuntersuchung gesetzlich vorgeschrieben. Deshalb sollte man sich vor den Tauchferien/-Urlaub über die lokalen Bestimmungen diesbezüglich informierten.

Grundsätzlich kann jeder Hausarzt die Tauchtauglichkeit untersuchen und bestätigen. Dazu druckt man am einfachsten das Formular (PDF, 877KiB) des SUHMS aus und bringt es zum Arzt-Termin mit. Wer seinem Hausarzt diese Untersuchung nicht zutraut oder aus bestimmten Gründen unsicher ist, kann auch einen speziell ausgebildeten Tauchmediziner konsultieren. Der SUHMS führt eine aktuelle Liste aller Tauchmediziner in der Schweiz: Liste (PDF, 26KiB)

Muss ich in der Schweiz immer eine Taucherflagge aufstellen? Und welche Flagge ist die richtige?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Falls es Boote im Gewässer gibt, muss in der Schweiz immer die Alphaflagge aufgestellt werden.  

ausführlich: Es gibt zwei Arten von Taucherflaggen:

  1. AlphaflaggeDie Alphaflagge, Alpha-Wimpel oder Doppelstander A genannte blau-weisse Flagge, welche Teil des internationalen nautischen Flaggenalphabet ist und in der internationalen Schifffahrt die folgende Bedeutung hat: «Ich habe Taucher unten, Abstand halten, bei langsamer Fahrt.»

  2. Michigan-TauchflaggeDas amerikanische Michigan- oder rot-weisse-Flagge genannte Signal, gilt nur in einigen US-Bundesstaaten und kanadischen Provinzen offiziell als Taucherflagge.
Die rot-weisse Michigan-Tauchflagge ist in der breiten Öffentlichkeit viel bekannter und wird viel stärker mit dem Tauchen assoziiert, als die blau-weisse Alphaflagge. Trotzdem ist die Michigan-Tauchflagge weder nach den Regeln der internationalen Seefahrt, noch gemäss den meisten nationalen Gesetzen und Verordnungen (mit der Ausnahme einiger Gebiete in Nordamerika) ein offizielles Schifffahrts-Signal. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Alphaflagge um das in der Schweiz, ganz Europa, Ägypten, Australien, Neuseeland, Südafrika, Kenia, Japan und der grossen Mehrheit aller Ländern, offiziell gültige Schifffahrt-Signal, um «Taucher im Wasser» zu signalisieren. Selbst die US-Navy und -Coast Guard nutzt ausschliesslich die Alphaflagge. Die Kollisionsverhütungsregeln (KVR) welche Teil des internationalen Seerechts ist und von der IMO veröffentlicht wurde, beschreibt in der Regel 27 die Nutzung der Alpha-Flagge als Taucherflagge. Die Michigan-Tauchflagge verbreitete sich wahrscheinlich nur dank den grossen amerikanischen Tauchorganisationen weltweit. Sie besitzt an den meisten Orten jedoch einzig eine dekorative Funktion.

Ein Taucher macht sich vor einer Tauchflagge bereit zum tauchen.An allen Schweizer Gewässern, auf dem es Wasserfahrzeuge gibt und in dem man tauchen will, ist eine Alphaflagge gut sichtbar aufzustellen. Mit Wasserfahrzeugen können in diesem Zusammenhang sowohl grosse Kursschiffe, als auch kleinste Ruderboote gemeint sein. Die Alphaflagge muss während der ganzen Zeit des Tauchgangs, am Ein- und Ausstieg oder auf dem Tauchboot vom Wasser her gut sichtbar sein. Die hier beschriebene Taucherflaggen-Pflicht, ist in der Schweiz durch die Eidgenössische Binnenschifffahrtsverordnung (in Artikel 32) verbindlich geregelt. Bei nicht beachten dieser gesetzlichen Vorschriften, erhebt die Polizei eine Busse von 200.- CHF pro Taucher.

In Deutschland und Österreich gelten je nach Gewässer unterschiedliche Regeln. Für den Bodensee, Alpen- und Hochrhein gilt auch auf der deutschen und österreichischen Seite eine Taucherflaggen-Pflicht - ganz ähnlich wie in der Schweiz. In anderen Ländern gibt es teilweise keine Vorschriften oder die Regeln sind anders. Deshalb orientiert man sich am besten bei einer lokalen Tauchbasis über die Regeln, bevor man auf eigne Faust im Ausland taucht.

(Ich bin kein Jurist und kann nicht für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Angaben auf dieser Webseite garantieren.)

Darf ich während der Schwangerschaft tauchen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Nein, besser nicht.  

ausführlich:ein Taucherin auf der Elba Es gibt keine wissenschaftliche Gewissheit, dass das Tauchen für ein ungeborenes Kind gefahrenlos ist. Deshalb wird meist empfohlen während der Schwangerschaft auf das Tauchen zu verzichten.

Nach der Geburt des Kindes, ist es ratsam eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung bei einem Arzt zu machen, bevor man (Frau) wieder taucht. Möglicherweise ist es auch hilfreich, in einem Reflesher-Kurs die eignen Tauchfertigkeit wieder aufzufrischen.

Wieso kann der Alkoholkonsum in Verbindung mit dem Tauchen gefährlich sein?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Hauptsächlich darum, weil Alkohol den Körper stark dehydriert.  

ausführlich:Zuerst die Entwarnung: In den Tauchferien (Tauchurlaub) muss man nicht auf Alkohol verzichten, sofern man einige Regeln beachtet und stets massvoll trinkt. Der Alkoholkonsum hat auf den menschlichen Körper und Geist diverse Auswirkungen, die jede für sich alleine einen Tauchunfall begünstigen können. Einige Beispiele der Symptome von Alkohol sind:

  • Die Blaugefässe werden erweitert.
  • Die Wahrnehmung von warm und kalt wird beeinträchtigt.
  • Die Reaktionsgeschwindigkeit wird deutlich verlangsamt.
  • Gefahren werden falsch eingeschätzt. Übermässige Euphorie.
  • Der Abbau des Alkohols im Blut belastet die Leber.
  • Alkohol kurbelt die Aktivität der Nieren massiv an.
Das für das Tauchen bedeutendste Symptom ist das letztere. Schon ohne Alkohol stehen Gerätetaucher oft in der Gefahr zu dehydrieren. Sie atmen sehr trockene Luft und die Nierenaktivität wird durch den erhöhten Druck beim Tauchen angeregt. Viele Taucher verspüren deswegen am Ende eines Tauchgangs starken Harndrang.

Die Dehydration ist ein nicht seltener Auslöser für die sogenannte Taucherkrankheit. (kurz DCS oder auch Dekompressionskrankheit respektive Caissonkrankheit) Bei einer Dehydration wird im Körper der Abbau des, während einem Tauchgang angereicherten und für eine DCS verantwortlichen Stichstoffs stark verlangsamt. Deshalb kann es unter Alkoholeinfluss zu einer DCS kommen, obwohl alle normalerweise empfohlenen Limiten eingehalten wurden. Kein Tauchcomputer und kein Tauchtabelle berücksichtigt den verlangsamten Abbau von Stichstoff aufgrund von Alkohol oder Dehydration.

Deshalb sollte man mehre Stunden (min. 6 Stunden) vor einem Tauchrang keinen Alkohol trinken. Nach dem Tauchen kann man sich problemlos ein Deco-Bier (-Wein, -Whisky oder so) genehmigen. Dabei sollte man Mass halten. Selbst mehre Stunden nach einem Tauchgang, kann übermässiger Alkoholkonsum und Dehydration noch zu einer DCS führen. Sehr wichtig ist auch, dass man neben einzelnen alkoholischen Getränken, genügend nicht-alkoholische Getränke (etwa 2.5 Liter pro Tag) zu sich nimmt, um einer Dehydration vorzubeugen. Cola, Kaffee, Schwarztee oder Eistee sind dabei nicht die beste Wahl, weil sie ebenfalls den Körper dehydrieren.

Alle anderen Rauschmittel und Medikamente (sowohl illegale Drogen, als auch rezeptpflichtige Medikamente und frei erhältliche Heilmittel) können eine potenzielle Gefahr beim Tauchen darstellen. Auch das Rauchen zählt dazu. Besteht eine Unsicherheit wegen einem Rauschmittel oder Medikamente auf das man nicht verzichten kann, so konsultiere man an besten vor dem Tauchen einen Tauchmediziner. Der SUHMS führt eine aktuelle Liste aller Tauchmediziner in der Schweiz: Liste (PDF, 26KiB)

Divemaster und Tauchlehrer:

Was genau ist ein Divemaster und was sind seine Aufgaben?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Der Divemaster ist eine Ausbildungsstufe und Brevetierung für Sporttaucher.  

ausführlich:ein Tauch-Guide erklärt den Taiuchgang während eines BriefingsDer Divemaster ist eine Ausbildung und Brevetierung für Sporttaucher, welche die Anforderungen der internationale Norm ISO 24801-3 erfüllt. In dieser Ausbildung wird ein erfahrener Taucher zum Tauch-Guide (-Führer) ausgebildet, der mehr Verantwortung für andere übernehmen kann als ein gewöhnlicher Taucher.

Die ISO-Norm nennt diese Ausbildungsstufe Dive Leader. Die Tauchorganisationen PADI und NAUI nennen sie Divemaster. Die CMAS nennt sie Drei-Stern-Taucher und bei SSI heisst sie Dive Guide. Obwohl alle diese Bezeichnungen nur unterschiedliche Namen für das Selbe sind, ist unter Tauch-Laien oder Anfängern meist nur der Begriff Divemaster bekannt.

Taucher-Ausbildungslevel

Während die Grundtauchausbildung (OWD oder Ein-Stern) auf den Taucher selbst und seine Tauchausrüstung fokussiert ist, ist die Rescue Diver- (RD) oder Zwei-Stern-Ausbildung auf den Buddy und Sicherheitsaspekte ausgerichtet. Die Divemaster- oder Drei-Stern-Ausbildung fokussiert hingegen auf die Gruppenführung und die Tauchgangplanung. Natürlich sollte ein Tauch-Guide-Anwärter alles was in den tieferen Ausbildungsstufen enthalten ist, in Perfektion beherrschen. Die Divemaster- oder Drei-Stern-Ausbildungen enthalten die ganze Tauchtheorie die es für das Sporttauchen gibt. Nur die Inhalte über die Didaktik sind den Tauchlehrerausbildungen vorbehalten. Der Divemaster oder Drei-Stern ist die höchste Ausbildungsstufe, vor dem Tauchlehrer.

Ein Divemaster oder Drei-Stern-Taucher verfügt über das Wissen und die Fähigkeiten um Tauch-Anlässe und -Ausfahrten zu planen, organisieren und leiten. Er weiss wie man Briefings resp. Debriefings professionell hält und Gruppen von Tauchern unter dem Wasser sicher zu führen. Zudem ist er fähig auch für die Sicherheit von Anfängern mit wenig Taucherfahrung zu sorgen und einem Tauchlehrer zu assistieren. Meist wurde ihm auch beigebracht Werbung für die entsprechende Tauchorganisation zu machen.

Als Divemaster oder Drei-Stern-Taucher ist es möglich, auf einer Tauchbasis als vorzeitlichen Tauch-Guide zu arbeiten. Jeder professionelle Tauch-Guide (Tauch-Führer) sollte eine Brevetierung vor zu weisen haben, welche mindestens die Vorgaben nach ISO 24801-3 erfüllt. Die Verdienstmöglichkeiten für Guides liegen jedoch unter jenen eines Tauchlehrers und diese sind schon eher bescheiden. Es gibt leider viele Tauchbasen die ausschliesslich Tauchlehrer als Guides beschäftigen, weil diese flexibler einsetzbar und besser ausgebildet sind.

Ein Tauch-Guide hat immer eine Verantwortung gegenüber tiefer-brevetierten Tauchern zu tragen. Er ist ein Vorbild und leitet sei vor, während und nach einem Tauchgang an. Er übernimmt Verantwortung für ihre Sicherheit. Aus diesem Grund sind Ausbildungen gemäss ISO 24801-3, Erwachsenen ab einem Alter von 18 oder 20 Jahren vorbehalten. Weil sich durch die grössere Verantwortung auch rechtliche Fragen auftun können, ist es für jeden in der Schweiz wohnhaften Divemaster oder Drei-Stern-Taucher sehr zu empfehlen sich zusätzlich zu versichern.

Was ist der Unterscheide zwischen einem Divemaster und einem Tauchlehrer?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Im Gegensatz zum Divemaster unterrichtet, prüft und brevetiert der Tauchlehrer Tauchschüler.  

ausführlich: Oft arbeiten Divemaster (Tauch-Guide) und Tauchlehrer (Instructor) auf einer Tauchbasis oder einem Tauchboot eng zusammen oder erfüllen sogar die gleichen Aufgaben. Beide können Tauchgruppen führen, bei der Tauchausbildung mitwirken, Ausrüstungen reparieren, Flaschen füllen oder Briefrings halten. Die Unterschiede fallen deshalb bei einer oberflächlichen Betrachtung kaum auf.

Taucher-Ausbildungslevel

Der grösste Unterschied zwischen einem Tauch-Guide und einem Instuctor liegt darin, dass der Tauchlehrer im Gegensatz zum Tauch-Guide Tauchschüler unterrichten, prüfen und brevetieren kann. Der Schwerpunkt der Tätigkeit eines Tauch-Guide liegt beim Guiding. (Tauchgruppen-Führung) Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Instructors liegt bei der Tauchausbildung. Der Divemaster darf einem Tauchlehrer bei der Ausbildung nur assistieren. Weil jeder Tauchlehrer einmal eine Divemaster- oder eine äquivalente Ausbildung durchlaufen hatte, übernimmt er oft auch Aufgaben die ein Divemaster ebenso gut erledigen könnte.

ein Tauch-Guide erklärt den Taiuchgang während eines BriefingsTauchlehrer-Ausbildungen sind nach den internationalen Normen ISO 24802-1 und 24802-2 standardisiert. Tauch-Guides sollten mindestens gemäss der internationalen Norm ISO 24801-3 ausgebildet sein. Die Norm nennt diese Ausbildungsstufe Dive Leader. Die Tauchorganisationen PADI und NAUI nennen sie Divemaster. Die CMAS nennt sie Drei-Stern-Taucher und bei SSI heisst sie Dive Guide. Obwohl alle diese Bezeichnungen nur unterschiedliche Namen für das Selbe sind, ist unter Tauch-Laien oder Anfängern meist nur der Begriff Divemaster bekannt.

Wie werde ich zum Divemaster oder Tauchlehrer?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Durch Ausbildungen.  

ausführlich: Nach mehreren modular aufgebauten Tauchausbildungen und Prüfungen kann man sich als Divemaster (Tauch-Guide) oder Tauchlehrer (Instructor) zertifizieren lassen. Wer von Null, als kompletter Anfänger, anfängt und zum Tauch-Guide oder Instructor werden will, muss folgendes aufwenden:

  Tauch-Guide
(Divemaster, Dive Leader oder Drei-Stern-Taucher)
Tauchlehrer
(Instructor)
Anzahl der einzelnen Tauch-Kurse die mindestens abgeschlossen werden müssen: 3 bis 6 4 bis 8
Total der Zeit die in Ausbildungen und Tauchgänge invertiert werden muss: etwa 30 Tage etwa 60 Tage
Mindestzahl der Tauchgänge die bei der Zertifizierung notwendig sind: 40 bis 60 100 bis 200
Totalkosten für alle benötigen Tauch-Kurse (exkl. Tauchausrüstung): etwa 2'500 CHF etwa 4'000 CHF
Je nach Tauchorganisation und Ort können die Anzahl der Kurse und die Kosten variieren.

Ein Tauch-Guide mit nur 50 Tauchgängen Erfahrung, der selbst noch nicht sicher tauchen kann, ist eine grosse Gefahr für andere Taucher. Deshalb lassen sich die meisten Taucher nicht an einem Stück zum Tauch-Guide oder Instructor ausbilden. Es ist für die allermeisten sinnvoller, zwischen den einzeln Kursen zusätzliche Tauch-Erfahrung als normaler Taucher zu sammeln. Übung macht den Meister. Die Mehrheit der Taucher absolviert die einzelnen Ausbildungen über mehre Jahre verteilt. (typischerweise 5 bis 10 Jahre)

Taucher-Ausbildungslevel

Falls du Tauch-Guide oder Tauchlehrer werden willst, wende dich bitte an eine lokale Tauchschule" target="_blank">Tauchschule in deiner Nähe.

Tauchlehrer-Ausbildungen sind nach den internationalen Normen ISO 24802-1 und 24802-2 standardisiert.

Tauch-Guides sollten mindestens gemäss der internationalen Norm ISO 24801-3 ausgebildet sein. Die Norm nennt diese Ausbildungsstufe Dive Leader. Die Tauchorganisationen PADI und NAUI nennen sie Divemaster. CMAS nennt sie Drei-Stern-Taucher und bei SSI heisst sie Dive Guide. Obwohl alle diese Bezeichnungen nur unterschiedliche Namen für das Selbe sind, ist unter Tauch-Laien oder Anfängern meist nur der Begriff Divemaster bekannt.

Welche Voraussetzungen und Fähigkeiten sind nützlich, um erfolgreich als Tauchlehrer zu arbeiten?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Ein professioneller Tauchlehrer muss vielfältige Fähigkeiten besitzen.  

ausführlich: Ein Tauchlehrer (oder auch Tauch-Guide) der nur gut tauchen kann, wird nicht lange vollzeitlich als Tauchlehrer arbeiten. Das Tauchen selbst ist nur ein kleiner Teil der alltäglichen Tätigkeiten eines Tauchlehrers. Ein erfolgreicher Tauchlehrer besitzt sehr vielseitige Fähigkeiten. Um als Tauchlehrer arbeiten zu können sind die folgenden 33 Eigenschaften sehr hilfreich:

(Je höher die Nummer, desto unbedeutender ist die Eigenschaft.)

  1. Endlose Geduld, auch mit Problem-Schülern, begriffsstutzigen Angebern und immer unzufriedenen Touristen.
  2. Die Fähigkeit mit jeder Art von Persönlichkeit zurecht zu kommen.
  3. Etwas verkaufen können.
  4. Die Fähigkeit die eigen Gefühle zu kontrollieren und jederzeit professionell aufzutreten.
  5. Die Gabe alle Menschen schnell richtig einschätzen zu können.
  6. Eine klare, einfach und freundliche Art zu kommunizieren.
  7. Ein seriöses und gepflegtes Auftreten.
  8. Die Bereitschaft und Fähigkeit Verantwortung für das Leben von anderen zu tragen.
  9. Keine Probleme sich an Regeln zu halten.
  10. Keine Probleme mit Hierarchien.
  11. Die Bereitschaft ein Vorbild für andere zu sein.
  12. Die Bereitschaft für einen kleinen Lohn hart zu arbeiten.
  13. Keine Probleme mit dem Zeitmanagement.
  14. Freude am Vermitteln von Wissen und Bewegungsabläufen.
  15. Eine gute Improvisationsgabe.
  16. Einen hohe persönliche Flexibilität.
  17. Unter einfachsten und ungewohnten Bedingungen arbeiten können.
  18. Mehr als eine Sprache fliessend sprechen.
  19. Freude am Tauchen.
  20. Die Bereitschaft spät Abends oder früh am Morgen zu arbeiten.
  21. Die Bereitschaft lange Arbeitszeiten (60 Stunden pro Woche und mehr) in Kauf zu nehmen.
  22. Die Bereitschaft an Wochenenden und allen Feiertagen zu arbeiten.
  23. Die Bereitschaft 6 und zeitweise sogar 7 Tage in der Woche zu arbeiten.
  24. Kunden in allen Belangen des Tourismus beraten können.
  25. Die Bereitschaft sich immer wieder weiter zu bilden.
  26. Handwerkliches Geschick.
  27. Technisches Verständnis.
  28. Eine guter Orientierungssinn.
  29. Die Bereitschaft an sehr abgelegen Orten zu leben.
  30. Eine gute körperliche Fitness.
  31. 800 Meter am Stück schwimmen zu können.
  32. Einen Motorboot-Führerausweis besitzen.
  33. Einen PKW-Führerausweis besitzen.

Ein Tauchlehrer muss fähig und willens sein, sich mit vielen Themen aus ganz unterschiedlichen Fachgebieten auseinander zu setzen. Zuerst beschäftigt er sich in seiner eignen Ausbildung intensiv damit und danach wird er die erlernten und verstanden Inhalte anderen weitergeben. Weil immer nur kleine Teilbereiche der folgenden 18 Fachgebiete für das Tauchen relevant sind, muss ein Tauchlehrer nicht zum Akademiker oder Wissenschaftler werden. Die entsprechenden Teilbereiche sollte er aber komplett verstehen und anwenden können:

Ist es als professioneller Tauchlehrer wirklich so, als ob man sich Tag für Tag in den Ferien/Urlaub befindet?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: NEIN!  

ausführlich: Tauchlehrer (Instuctors) arbeiten oft dort wo anderen Ferien/Urlaub machen. Mit Ferien hat ihr Alltag jedoch kaum etwas gemeinsam. Im Gegenteil: Sie arbeiten hart, für kleine Gehälter. Gleiches gilt auch für professionelle Tauch-Guides. (Divemaster oder Drei-Stern)

ein Dive Center in New ZealandEs würde niemand auf die Idee kommen, z.B. einem Koch oder einem Chauffeur - der im gleichen Touristenparadies arbeitet wie ein Tauchlehrer - zu unterstellen, er mache dort Ferien. Die öffentliche Wahrnehmung des Instructors oder Tauch-Guides täuscht gewaltig. Das Tauchen und die Ausbildung von Tauchschülern ist nur ein kleiner Teil seiner täglichen Aufgaben. Viele vollzeitliche Tauchlehrer arbeiten 6 Tage und 60 oder mehr Stunden in der Woche.

Neben den langen Arbeitszeiten, kann auch das herumtragen der Tauchflaschen zur körperlichen Belastung werden. Muss ein Tauch-Guide oder Tauchlehrer täglich vier oder mehr Tauchgänge absolvieren, so macht sich schnell eine Müdigkeit, als Symptom der dauernd hohen Stickstoff-Belastung bemerkbar.

Der typische Tagesablauf eines vollzeitlichen Instructors könnte etwa so aussehen:

05:00 Aufstehen, Toilette
05:30 Ankunft im Dive Center, Tagespläne studieren, Absprachen mit den anderen Mitarbeitern und zehn volle Tauchflaschen in den Bus verladen.
06:00 Mit dem Toyota-Bus des DiveCenters die externen Gäste für den Early-Morning-Dive bei den Hotels des Orts einsammeln.
06:30 Check-In von neuen Gästendurchführen, diverses Mietmaterial herausgeben, Anwesenheitskontrolle und zahlreiche Fragen beantworten.
07:00 Material auf das kleine Tauchboot umladen helfen, Anwesenheitskontrolle, Seekrankheits-Tabletten verteilen und danach die Sicherheitsunterweisung für das Boot vortragen.
07:30 Beim Zusammenbau derTauchausrüstungen helfen, das Tauch-Briefing abhalten, sich selbst bereit machen für das Tauchen, ins Wasser springen und den Tauchgang führen.
08:30 Ende des Tauchgangs, Material auf dem Boot verstauen, den Gästen heissen Kaffee ausschenken, Smalltalk mit den Gästen und dem Captain helfen den Anker wieder los zu machen.
08:00 Material vom Boot in den Bus umladen, mit dem Bus zum Dive Center zurück fahren, Material ausladen, fragen wer später am Tag noch tauchen will, die Gästelisten updaten, die eigene Tauchausrüstung aufhängen und einige Gäste wieder zu ihrem Hotel zurück bringen.
08:30 Flaschen zum Füllen an den Kompressor anschiessen, kurzes Frühstück, schnell das Salz abduschen, die Batterie eines Tauchcomputers austauschen und ein Telefonat mit dem Bauchhalter erledigen.
09:00 Den Tauchshop für die Laufkundschaft öffnen, kontrollieren ob in der Lieferung die der Postbote brachte alles Tauchmaterial enthalten ist welches bestellt wurde und alles im Lager am richtigen Ort verstauen.
09:30 Der erste Kunde betritt dem Shop und will ein neues Jackett kaufen: langes Beratungsgespräch und zähe Preisverhandlungen, aber am Ende doch keinen Verkauf.
10:00 Mehrere Anfragen aus Übersee mit Offerten beantworten, kuriose Fragen eines potenziellen Kunden aus Übersee sachlich per E-Mail beantworten und eine Unterkunft für einen zukünftigen Gast organisieren.
11:00 Ein weiter Kunde betritt den Shop und will eine Auskunft über einen Tauchkurs, danach weitere Flaschen füllen, am Kompressor-Getriebe Öl nachfüllen und ein undichtes Kameragehäuse reinigen und reparieren.
12:00 Im Shop ein Sandwich essen, nebenbei: diverse weitere E-Mails von Kunden beantworten, eine Bestellliste für dringend benötigte Ersatzteile erstellen, zwei kurzfristige Anmeldungen für die Nachmittagstauchgänge entgegennehmen und einplanen.
13:00 Ablösung im Shop durch einen anderen Mitarbeiter, die eigene Tauchausrüstung am Pool bereitlegen, den Theorie-Raum reinigen, Tische und Stühle umstellen, lüften, einsatzfähiges Schreibzeug suchen und genügend Lehrmittel aus dem Lager holen.
13:30 Die Anfänger begrüssen, sie alle ein-checken, Tauchtauglichkeitsuntersuchungen überprüfen, einem Gast dreimal erklären, dass sein Heuschnupfen kein Problem sei und danach eine Theorie-Lektion halten.
15:00 Für jeden Anfänger die passenden Ausrüstungsgegenstände aus dem Shop holen und anprobieren, einem Tauchschüler zeigen wo die Toiletten sind und für denen Gast der sie vergessen hatte Badehosen organisieren.
15:30 Neben dem Pool ausführlich vorführen wie man die Ausrüstung zusammenbaut und danach die Pool-Lektion leiten.
16:30 Die Anfänger verabschieden und alles Material wieder verräumen, damit andere Gäste wieder im Pool baden können.
17:00 Die Anmeldungen für den nächsten Tag zusammenstellen, die morgen verfügbaren Mitarbeiter den Taucher-Gruppen zuordnen, die morgigen Tauchplätze bestimmen und einen Gast aus-checken.
17:30 Ein an diesem Tage kaputt gegangenes Jackett nähen, einige Mietausrüstungen welche von den Nachmittags-Ausfahrten zurück kamen waschen und aufhängen, fortlaufend Falschen füllen sowie versuchen hinauszufinden warum das Kompressor-Getriebe immer noch Öl verliert.
18:00 Sich noch kurz mit den anderen Mitarbeiten absprechen und endlich ist Feierabend! Die Kameraden die am Morgen später begannen übernehmen die Nachttauchgänge.
19:30 Zuhause: etwas kleines Z'nacht essen, duschen, Wäsche waschen und mit Freunden in der Heimat skypen.
20:30 Der Chef erwartet, dass sich alle Dive Center-Mitarbeiter an der heutigen «Divers Night» an der Ressort-Bar zeigen und sich mit den Gästen unterhalten.
23:00 Endlich wieder zuhause, ab ins Bett, um 5:00 beginnt einer neuer Arbeitstag.

Je nach Arbeitgeber können noch zahlreiche weitere Aufgaben hinzu kommen. Diese können vom Bootsreparaturen bis zur Essenszubereitung oder Finanzbuchhaltung alles beinhalten. Auf der anderen Seite gibt es in sehr grossen Tauchschulen auch Instructor, die ausschliesslich Tauchschüler unterrichten und einen regelmässigen 9:00- bis 12:00- und 13:00-bis-18:00-Uhr-Arbeitstag haben. Dies entspricht in der Tauchindustrie jedoch eher der sehr seltenen Ausnahme als der Regel.

Verdienen Tauchlehrer gut?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: NEIN!  

ausführlich: Wegen des grossen Preiskampfs in der Tourismusbranche sind die Gehälter von Tauchlehrern eher bescheiden. Bei vollzeitlicher Arbeit, verdient ein Tauchlehrer weltweit zwischen 500 und 2'000 CHF pro Monat. Nur an einigen wenigen sehr exklusiven Destinationen sind höhere Gehälter möglich. Ein professioneller Tauch-Guide arbeitet ähnlich hart wie ein Tauchlehrer, verdient aber weniger.

Tauchbasis-Leiter oder -Besitzer haben die Möglichkeit etwas höhere Einkünfte zu erzielen. Aber auch damit werden die wenigsten reich. Eine andere Möglichkeit um als Tauchlehrer besser zu verdienen besteht darin, direkt für einen Tauchausrüstungshersteller oder eine Tauchorganisation zu arbeiten. Damit verschiebt sich jedoch meist auch das Berufsfeld weg von den üblichen Tätigkeiten eines Tauchlehrers.

In einigen bekannten Tauchdestinationen - besonders in Billiglohnländern - sind 500 CHF pro Monat ein sehr guter Lohn. Sind die lokalen Lebenskosten tief, kann es sogar ausreichen um zu sparen. Will ein Tauchlehrer regelmässig in seine Heimat fliegen oder muss er Teile seiner eignen Tauchausrüstung erneuern, so bleibt ihm kaum Geld zum sparen übrig.

Die mageren Gehälter mögen angesichts der - für viele Kunden - teuer wirkenden Tauchkurse erstaunen. Bedenkt man jedoch die Räumlichkeiten, Pools, Mietausrüstungen, Kompressoren, Fahrzeuge und Boote die ein Dive Center amortisieren und unterhalten muss, so bleiben von den Einnahmen aus den Kursen keine grosse Summen übrig, um den Angestellten üppige Löhne auszuzahlen.

Die bescheidenen Verdienstmöglichkeiten sind der Grund warum in Mitteleuropa kaum jemand vollzeitlich als Tauchlehrer oder Tauch-Guide arbeiten kann. Trotz den hohen Neben- und Lebens-Kosten, ist es nicht möglich in Europa massiv höhere Preise für Tauchkurse anzusetzen als in Billiglohnländern. Die Kunden stellen sich heute nicht selten die Frage, ob sie einen Tauchkurs zuhause oder während den Ferien/Urlaub in einem Billiglohnland, absolvieren sollen? Die Touristen vergleichen die Preise heute international und nicht nur lokal. Dive Center in der Schweiz, die vollzeitliche Tauchlehrer beschäftigen, erzielen ihre Gewinne vorwiegend durch eine gute Marge beim Ausrüstungs-Verkauf. Die Tauchausbildungen sind im besten Fall kostendeckend, wird aber meist quer-finanziert.

Über den Autor:

Was macht für dich die Faszination des Tauchens aus?Antwort lesen
  Antwort:
kurz:
  1. kooperative Sportart
  2. verbindet sehr Unterschiedliches
  3. es passt zum Reisen
  4. die Dankbarkeit der Tauchschüler
 

ausführlich: Es gibt vier Punkte, welche für mich zusammen die Faszination des Tauchens ausmachen:

  1. Ich persönlich mag Wettbewerbssituationen, wie sie in den meisten Sportarten zentraler Bestanteil sind nicht. Das Sporttauchen ist einer der wenigen ernstzunehmenden kooperativen Sportarten. Tauchen kann man nur in der Kooperation mir anderen. Jeder Konkurrenzkampf kann beim Tauchen tödliche Folgen haben.
  2. Der Tauchsport verbindet in einzigartiger Weise, das Naturerlebnis mit Abenteuer, Technik, intensiver sozialer Interaktion, sportlicher Leistung, Entspannung und ein dem Weltraumspaziergang ähnliches Erlebnis.
  3. Das Tauchen lässt sich wunderbar mir meiner einer meiner liebsten Tätigkeiten verbinden: dem Reisen!
  4. Als Tauchlehrer berührt mich immer wieder aufs Neue, wenn ich die ehrlich gemeinte Dankbarkeit und Begeisterung der Tauchschüler miterlebe. Etwas, dass man sonst in unserer Gesellschaft selten genug erlebt.

Wo überall auf der Welt warst du schon tauchen?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: In insgesamt 16 Ländern und auf 4 Kontinenten.  

ausführlich: In der Weltkarte unten, habe ich alle Orte eingezeichnet, an denen ich schon tauchen war. (Klicke auf die Karte um sie zu vergrössern.)Wo ich überall schon tauchen war.


Ich war schon in sehr warmen und auch schon in beinahe gefrorenem Wasser tauchen. Ich tauchte in Schwimmbädern, Teichen, Flüssen, Bergseen, grossen Süsswasserseen, Lagunen, Fjorden und Ozeanen. Ich tauchte schon bei starker Strömung, in grossen Wellen oder in total ruhigem Wasser. Ich tauche vom Ufer, von Schlauchbooten und grosse Tauchsafaribooten aus. Ich bin unter dem Wasser schon zahlreichen Haien, Mantas, einigen Seals, Ottern, Delfinen und Killerwalen (Orcas) begegnet. Ich tauche in Höhlen, Wracks, Kelpwäldern und Korallenriffen. Ich tauche bei Nacht und bei Tag, im Winter und im Sommer, auf der Süd- und Nord-Heimsphäre.

Welches Ausbildungs-Level hast du zur Zeit?Antwort lesen
  Antwort:
kurz: Instructor  

ausführlich: Ich bin Instructor (=Tauchlehrer). Dies bedeutet, dass ich andere Taucher ausbilden und führen darf. Falls du interessiert bist, gebe ich dir gerne einen Tauchkurs. Melde dich bei mir.

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